12th September, 2017

Cap Cup 2017

Cap Cup 2017 (von Uwe Weiss)

Der vierte Cap Cup in der Geschichte der Bootsfreunde 36 e.V., der Cap Cup 2017 fand gestern am Samstag 02.09. wiedereinmal nördlich der Insel Reiswerder statt.
Hier ein kurzer Abriss über die Ereignisse dieses Tages für all jene die nicht dabei sein konnten:

Vorausgegangen war ja diesem turbulenten Ereignis bereits am Mi. 30.09. eine vorläufige Absage des Cap Cup durch den verantwortlichen Rennleiter Uwe, da er, aufgrund der Wetterprognose und der gemeldeten Teilnehmerzahl von nur 3 Teams, seinen Zweifeln all zu früh nachgab.
Diese Entscheidung wurde jedoch wettertechnisch noch am selben Tage angreifbar, da nur Stunden später das Barometer wieder nach oben zu kletterte begann.
Die sich verbessernden Wetterprognosen und der vehemente Widerspruch des Organisationsteams führten daher zu einem Wiederaufleben des Cap Cup 2017, einer Art Weckruf, es war geradezu ein Ruck zu verspüren, so das dann am Samstag fünf Teams zum sportlichen Kräftemessen bei schönem Wetter, vor der Küste von Reiswerder an den Start gehen konnten.

Die teilnehmenden Teams waren:

Team 1. : Wasserfloh Christiane und Martin
Team 2. : Kommando Scharfenberg Svenja und Rici Richard
Team 3. : Harvey Faili und Patrick.
Team 4. : Notnagel Steffi u. Robert
Team 5. : Prof. M. Hering René u. Raider

Der dreimalige Sieger des Cap Cup der vergangenen Jahre, das Team Segelflegel war dieses Jahr nicht mit von der Partie um ihren Tietel zu verteidigen, liessen aber lieb grüßen.

Geplant waren 10 Rennen.
Das erste Rennen (Team 1 gegen Team 2) begann auch schon sehr vielversprechend mit einer Bestzeit des Teams Wasserfloh von 8:34min. Im zweiten Lauf (Team 1 gegen Team 3) kräuselte leider kaum ein Lüftchen den Tegeler See, nur rekordverdächtige 0,3 Beaufort waren zu ermittelt.
Im 3.Lauf (Team 3 gegen Team 5) frischte dann aber kurz vor dem Start der Wind märklich auf. Das Team Harvey erwischte dabei den besseren Start und das Team Prof.M.Hering warf, wie nicht anderst zu erwartet war, alles in die Wagschale um den Rivalen auf den Fersen zu bleiben. Hierbei kam es auf dem Weg zur Wendeboje, duch eine Böhe oder durch die Hand Mutter Gottes (wir werden es wohl nie erfahren) zu einem Kentern über Steuerbord vom Team Prof.M.Hering, so das das Rennen unterbrochen werden mußte und Mannschaft und Sportgerät mit der Unterstützung unseres Vereinsbootes und der bei Reiswerder stationierten DLRG-Gruppe geborgen werden mußte.
Nach einer 30-minütigen Pause, Trocknung und Beratung der teilnehmenden Segler entschloss man sich dazu das Matchrace wider aufzunehmen.
Das 3.Rennen wurde als gültig gewertet und Team 3. der Sieg zugesprochen.
Zum 4. Rennen (Team 5 gegen Team 1) liess der Wind wieder stark nach, das wieder mit einer anhaltenden Flaute zu rechnen war.
Dennoch konnte das Team Prof.M.Hering ihre gesamte Erfahrung ausspielen und diese Runde für sich verbuchen und war somit wieder im Rennen.
Vor dem 5. Rennen (Team 4 gegen Team 5) hatte sich der Wind nun endlich entschieden, dass er wohl bleiben wolle.
Der Wind sorgte nun im 5. Rennen ( Team 1. gegen Team 4) dafür, das die Segel nun wieder prall gefüllt waren. Pfeilgleich schossen nach dem Start beide Korallen der Wendeboje entgegen und boten sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen welches das Team Wasserfloh durch die bessere Wende mit der Tagesbestzeit von sagenhaften 3:57 min mit nach Hause nehmen konnte.
Das 6.Rennen (Team 4 gegen Team 5) war ausgeglichen und wieder konnte das Team Prof.M.Hering einen Sieg für sich verbuchen.
Vor dem 7.ten Rennen (Team 5 gegen Team 2) wurde das Wetter windiger, fast so als wolle der Wind das nachholen, was er in manchem Läufen zuvor hat vermissen lassen?
Durch derart aufkommende Naturgewalten geriet eine Jolle von der Startlinie ab und ungewollt in die Steganlage. Auch der Anker des Rennleiter- u. Schiedsrichterbootes löste sich, so dass das Rennen zum zweiten Male unterbrochen werden mußte.
Als sich die Streckenmarkierungen und die Jollen wieder dort befanden, wo sie die Rennleiteung auch verortet wissen wollte, wurde das Rennen erneut freigegeben.
Das Team Prof. M. Hering geriet dabei nach dem Start weit in die aus dem Saatwinkel kommenden Fahrrinne, wo auch auf einmal der Ausflugsdampfer Havel-Queen wie aus einer Raum-Zeit-Krümmung gesprungen, quasi aus dem Nichts hinter dem Badestrand von Reiswerder für alle überraschend auftauchte, und sich die beiden näher kamen als gewollt.
Die zunächst unübersichtliche Lage, ob es zu einem weiteren Kentern gekommen war, rief die 60PS und die DLRG ein weiteres mal auf den Plan und liess den Zuschauern für einen Moment den Rum in den Adern gefrieren. Doch konnte nach nur wenigen Minuten wieder Entwarnung gegeben werden.
Da das Rennen nun schon ein drittes Mal unterbrochen werden mußte, entschied sich die Rennleitung dazu, es nicht wieder erneut zu starten und für beendet zu erklären.
Das Team mit der am schnellsten gemessenen Zeit wurde kurzerhand zum Sieger des Cap Cup 2017 erkoren, und das allgemeine Geschehen auf die Beach-Party von Reiswerder verlagert wo die Siegerehrung der zwei Insulaner natürlich mir besonders viel Applaus bedacht wurde.
Sieger Cap Cup 2017: „Team-Wasserfloh“ Christiane und Martin von der Insel Reiswerder!
Herzlichen Glückwunsch !!!
Ganz herzlichen Dank auch an alle Helfer und Teilnehmer des Cap Cup und auch an alle Zuschauer.
Besonderen Dank auch an Faili und Andreas für das zur Verfügung Stellen ihrer Jollen.
Einen speziellen Dank auch an Andrea für das Ausarbeiten der Rennpläne (trotz Mittelohrentzündung).
Einen extra Dank natürlich auch an den supernetten Insel-Uwe von Reiswerder, der dem Schiedsrichterteam u. der Rennleitung so herzlich auf seinem Stahlschiff für die Zeit des Cap Cup Asyl gewehrt hat !!!
Es war ein sehr sehr schöner Tag mit tollen Menschen, packenden Momenten und einer klasse Insel. Ein weiterer guter Grund, würde ich sagen, weshalb man in einem Verein ist!

Ahoi und eine Hand breit Wasser unter dem Kiel für uns alle!

 



Categorized under: Intern, Neuigkeiten
30th April, 2017

Änderungen Sportbootführerschein ab Mai 2017

Neue Regeln für den Sportbootführerschein
Für den Sportboot-Führerschein treten am 1. Mai neue Regelungen in Kraft. So gibt es künftig statt der beiden Führerscheine SBF Binnen und See künftig nur noch einen Sportbootführerschein. Auf diesem wird vermerkt, für was der Schein konkret gilt. Wer den Sportbootführerschein machen will, hat es zudem etwas einfacher. Ab 1. Mai 2017 kann man zum Beispiel Theorie und Praxis-Prüfung an verschiedenen Orten ablegen, die Praxis etwa im Auslandsurlaub und die theoretische Prüfung dann zuhause.

Categorized under: Intern
4th August, 2016

Transbaltic Tag 5: Ungskär – Christiansø


Aufgestanden um 6:30, abgelegt um 7:00, denn ab 14:00 sollten der Wind und die Welle zunehmen. Spiegelglatte See und 25 Knoten Reisegeschwindigkeit Richtung Erbseninseln und Bornholm. Rasant!

Mitten auf der Ostsee haben wir dann ein Stündchen Fender-über-Bord geübt. Hier der Beweis:


Natürlich – wie konnte es anders kommen – ist uns eine Leine in die Schraube geraten, liess sich aber wieder entfernen, ohne zu tauchen oder zu schneiden. Weiter ging die Reise mit ansteigender See und Wind. Etwas früher als vorhergesagt – die letzten Meilen zu den wunderschönen Erbseninseln nördlich von Bornholm (nach Christiansø) – waren dann auch anstrengend und erforderten viel Konzentration. Letztlich aber hat sich unser kleines Boot sehr gut geschlagen und wir auch. In Christiansø angekommen hat unser Boje-über-Bord Übungseinheit sich ausgezahlt, denn wir haben die ins Wasser gefallene Mütze eines Touristenkindes aus den inzwischen durchaus heftigen Seen geborgen. Der Wind und die Welle bauten sich dann sehr schnell zu einem ausgewachsenen Starkwind auf (gute 8 Windstärken). Bei dem Wetter hätten wir nicht draussen sein wollen! Unsere Lebensmittelvorräte waren erschöpft und der Kaufmann hatte schon zu. Deus ex machina: ein deutscher Einhandsegler hat uns zu Bergen von Bratkartoffeln, Pfefferminztee und zum Übernachten auf seinem Boot eingeladen. Das haben wir bei dem Sturm dankend angenommen. Da auch noch Geburtstag war, wurde auch angestossen, es gab also nicht ausschliesslich Pfefferminztee…

Categorized under: Intern
2nd August, 2016

Transbaltic Tag 4: Kalmar – Ungskär


Heute ging es endlich weiter und zwar früh: Wecker um 5:00, Kaffee, Boot klarmachen, auslaufen. Wir wollten das milde Wetter unbedingt ausnutzen. Mit anfangs 10, später über 20 Knoten sind wir den Kalmarsund runtergebügelt. Das neue Boot kann was!

Als wir den Kalmarsund hinter uns hatten und Kurs Bornholm anlag, wurden die Wellen allerdings wieder schlagartig höher. Höher als je zuvor auf dieser Reise. Höher als 1m jedenfalls. Zu viel fürs Boot. Also Ruder legen und Ausweichhafen anlaufen. Ungskär ist es geworden am südöstlichen Ende des Hanö-Schärenarchipels. Wunderschön ist es hier. Einkleiner Fischer- und Gästehafen auf einer kleinen Schäreninsel.

Wir sind dann mit der Fähre nach Karlskrona gfahren, um Benzin zu holen (Kanister und Sackkarre). Die Fähre fuhr 1,5h lang durch die schönsten Schärengebiete, die wir ja auf eigenem Kiel wegen der knappen Zeit nicht erkunden können. Traumhaft!

Tausend Dank an die Bodencrew: Mads, der uns mit dä ischem Wetter und Motorwissen unterstützt, Feps, der Verischerung, Bootsnummer etc. besorgt, Faili, der das alte Boot verhökert!

Morgen machen wir wieder früh Attacke und peilen Bornholm an.

Categorized under: Intern
1st August, 2016

Transbaltic Tag 2: Kalmar – Kalmar

Heute galt es Besorgungen zu machen. Es war kein Feuerlöscher an Bord und unser einziger Kochtopf hatte tatsächlich ein Loch bekommen. Wenn der Topf aber nun ein Loch hat… Zudem brauchten wir dringend Reservekanister, um die Spritvorräte für die Überquerung des Baltikums  bunkern zu können.

Insgesamt können wir nun 110 Liter Benzin mitnehmen.

Praktischerweise bietet die Marina in Kalmar neben allem bereits gestern gemeldeten Luxus für alle Gäste im Hafen kostenlose Fahrräder zum Ausleihen, sogar mit Anhänger. Damit war die Besorgungsreise in ein Industriegebiet und der Transport des vielen Benzins  ein Klacks.

Zurück im Hafen war allerdings das Wetter deutlich  schwerer geworden. Überall Schaumkronen, also gute 5 Windstärken und damit zu viel für die neue Luxusyacht des Vereins. Alle Segler die in den Hafen kamen waren sehr überrascht über das Wetter und auch der Hafenmeister konnte das nicht erklären. Unsere diversen Wetterberichtquellen zeigten auch weiterhin milden Wind und glatte See.  Aber manchmal hört das Wetter eben nicht auf die Vorhersagen.

Morgen besorgen wir ein paar Ersatz-Zündkerzen und einen Zündkerzenschlüssel (auch nicht an Bord) und hoffen, dass das Wetter sich dann etwas beruhigt hat.

Unsere neue Vereinsyacht ist der Star im Hafen. Bei kaum einem Schiff unter 16 Meter in der Nachbarschaft ist das ja auch kein Wunder.  Heute kam der Ex-Ex-Besitzer unserer Vereinsyacht zufällig hier im Hafen vorbei und hat uns angesprochen. Seine Familie hat das Boot 1987 gekauft. Es hat nie Probleme damit gegeben, weder mit dem Boot noch mit dem Motor. Zwischendurch hat es 15 Jahre an Land in der Halle gelegen. das erklärt auch, warum es noch in einem so guten Originalzustand ist. ein toller Zufall. Wir haben seine Emailadresse, falls das eines Tages interessant sein sollte.

Categorized under: Intern
31st Juli, 2016

Transbaltic: Pataholm – Kalmar


Nach einer Anreise ohne Schlaf im Bus und einem Frühstück beim Umsteigen in Malmö haben wir endlich das neue Boot gesehen. Der Verkäufer Albin und sein Vater ne Bank! Die Bordelektrik war nach unseen Wünschen umgebaut und ist super benutzbar. Neue Positionslampen it LED, 12 V Buchsen am Steuerstand, um Handy Ipad etc aufladen zu können.  Der Tank war voll, ei nen weiteren 20 LTank haben wir auch. Das Boot macht einen wirklich guten Eindruck. Ein paar aufgehende Nähte in den Sitzpolstern, sonst nix. Da das Boot bereits im Wasser war und abfahrbereit war, konnten wir das Unterwasserschiff nicht genau inspizieren. Allerdings hatten wir ja aktuelle Fotos gesehen. Zusem ist der Rumpf ansonsten absolut fit. Ein paar kleine Kraer am Bug, die sehr sauber mit neuem Gelcoat gefüllt wurden. Probefahrt: der Motor läuft super! Kann richtig böse schnell sein, das Moped. Das Boot lässt sich super manövrieren.

Kurzum: wir haben die Karre gekauft!

Nach Vertragsunterzeichnung hat uns Albin mit einem Boot, dass dem alten Vereinsboot auf Haar gleicht aus dem unbetonnten Felsenlabyrinth herausgelotzt und die erste Reise ging los.

15 Meilen nördlich von Kalmar ging es los. Kathi am Steuer. Das Wetter war wolkig und wir hatten zw. 5 und 9 m/s Wind (also 3-4 Beauford) gegenan. Hin und wieder Schaumkronen. Das Boot liess sich gut steuern bei den Bedingungen, auch wenn es manchmal von den Wellen (so um 70 cm Wellenhöhe) hochgenommen und landete dann sportlich hart.

Viel mehr Wetter sollte man dem Boot nicht zumuten. Anfänglich haben wir unsere neue mit ca 6 Knoten gegen die Welle gefahren, später haben wir uns 9 getaut. Herantasten.

Abend, bzw. am Bodensatz des Benzintanks haben wir in der herrlichen Marina von Kalmar angelegt. 20€ Übernachtungsgebühr, und WLAN, Sauna, Waschmaschinen, Dusche, Küchenbenutzung inklusive. Grossartige empfehlenswerte Marina!

Categorized under: Intern
26th Mai, 2015

Regattasegeln in Berlin

P1000212

In der Kneipe „Alte Taverne“ an der Rummelsburger Bucht gründeten vor 180 Jahren rund 100 Leute der höheren Gesellschaft den ersten Bootsverein, die „Tavernengesellschaft“, um eigenhändig auf Kuttern zu segeln und sich wie Seeleute zu fühlen. Man wollte sich vor allem amüsieren, trinken wie Matrosen und veranstaltete einen Schiffskorso mit geschmückten Ruderbooten und Segelschiffen. In den folgenden Jahrzehnten hat das Segelfieber Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft erfasst und 1868 wurde schließlich vom „Berliner Segler Club“ die erste Segelregatta auf der Dahme organisiert. 1883 gründete sich die „Freie Vereinigung der Segelfreunde“ mit Mitgliedern aus Bürgertum und Arbeiterschaft. In Folge gründete sich unter anderen auch 1891 mit 14 Mitgliedern und 6 Booten der „Segel Club Fraternitas“ an der Rummelsburger Bucht, der als der erste Arbeitersegelverein Deutschlands gilt. Das besondere seglerische Können seiner Mitglieder förderte den Wettstreit-Gedanken, sodaß auf den großen Gewässern Spree, Dahme und Havel immer mehr Regatten gefahren wurden. Heute sind im Raum Berlin 108 Segelvereine im Berliner Segler-Verband organisiert und es werden unzählige Regatten auf allen Gewässern ausgerichtet. Die Bootsfreunde 36 e.V. werden auch dieses Jahr zum vierten Mal das Matchrace „Cap Cup 2017“ auf Booten des Typs Koralle veranstalten.

Categorized under: Neuigkeiten