Regattasegeln in Berlin

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In der Kneipe „Alte Taverne“ an der Rummelsburger Bucht gründeten vor 180 Jahren rund 100 Leute der höheren Gesellschaft den ersten Bootsverein, die „Tavernengesellschaft“, um eigenhändig auf Kuttern zu segeln und sich wie Seeleute zu fühlen. Man wollte sich vor allem amüsieren, trinken wie Matrosen und veranstaltete einen Schiffskorso mit geschmückten Ruderbooten und Segelschiffen. In den folgenden Jahrzehnten hat das Segelfieber Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft erfasst und 1868 wurde schließlich vom „Berliner Segler Club“ die erste Segelregatta auf der Dahme organisiert. 1883 gründete sich die „Freie Vereinigung der Segelfreunde“ mit Mitgliedern aus Bürgertum und Arbeiterschaft. In Folge gründete sich unter anderen auch 1891 mit 14 Mitgliedern und 6 Booten der „Segel Club Fraternitas“ an der Rummelsburger Bucht, der als der erste Arbeitersegelverein Deutschlands gilt. Das besondere seglerische Können seiner Mitglieder förderte den Wettstreit-Gedanken, sodaß auf den großen Gewässern Spree, Dahme und Havel immer mehr Regatten gefahren wurden. Heute sind im Raum Berlin 108 Segelvereine im Berliner Segler-Verband organisiert und es werden unzählige Regatten auf allen Gewässern ausgerichtet. Die Bootsfreunde 36 e.V. werden auch dieses Jahr zum vierten Mal das Matchrace „Cap Cup 2017“ auf Booten des Typs Koralle veranstalten.

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